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" lichtparcours 2010 " braunschweig,
kunstverein braunschweig   präsentation der projektvorschläge 2009 

projektskizze
Im Jahr 2010 plant die Stadt Braunschweig, einen weiteren Lichtparcours zu realisieren, an dem internationale zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart spezifische, temporäre Arbeiten im öffentlichen Raum der Stadt zeigen. Die Künstlerinnen und Künstler haben in ihren Entwürfen einen topografischen, urbanen oder gesellschaftlich-historischen Bezug zur Stadt aufgenommen und zum integralen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht, wobei die unterschiedlichsten künstlerischen Positionen die Ansätze dieser Ortsbezogenheit zum Ausdruck bringen sollen. Die Oker hat seit dem Jahr 2000 nichts von ihrer Poesie eingebüßt, deshalb stehen künstlerische Projekte in unmittelbarer Nähe zum Mäander des Okerumflutgrabens besonders im Vordergrund.
Diese reichen von narrativen, poetischen, geschichtlichen, architektonischen oder institutionskritischen Bezügen bis hin zu nutzerorientierter Kunst, die beispielsweise für den Zeitraum ihrer Existenz eine nachhaltige Funktion im Stadtraum übernehmen könnte. Allen Entwürfen soll eine Komponente des Umgangs mit Licht zu eigen sein, die eine Wirkung zu Tages- wie Abendzeiten ermöglicht, ohne das Objekt lediglich zu beleuchten"
 textauszug einladung Fachbereich Kultur der Stadt Braunschweig 
 

 
3d ansicht und fotocollagen möglicher standorte          ansicht kunstverein braunschweig

spawn (engl.) subst.- brut, ausgeburt,laich
                    verb- laichen, erzeugen, (sich) vermehren
                    slang- etwas aushecken
bei der erarbeitung meines beitrages zum braunschweiger parcours 2010 bestimmte ein umstand stark die hier vorgestellte arbeit. der umstand, das ich mir einen ort suchte, eine arbeit dazu- dem speziellen ort- erfand und sich nach einiger zeit herausstellte, das es den ort so 2010 nicht mehr geben, oder die direkte nachbarschaft völlig verändert sein wird. also bearbeitete ich das projekt unter dem aspekt, eine art modul zu entwickeln, mit dem ich im frühjahr 2010 dann auf die vorgefundene situation reagiere. die kugelketten, in mengen zusammen- und übereinander gelegt, bilden ein volumen, einen haufen - sie nutzen jede vorgefundenen situationen zur ausdehnung- sowohl naturnahe biotopische, als auch architektonische- bzw. urbane sphären bieten ihnen eine existenzgrundlage. die gewollte assoiziation zu einem gelege, zu laich oder auch schaum wird durch die unterschiedlichen „sphäreneigenschaften“, die grösse und die materialität gestört. die materialtität der module ist profan und offensichtlich- man kann gut erkennen, das sie aus massenartikeln gefertigt sind- tagsüber hartweiss, glatt, fremd, werden sie nachts zu kalten leuchtkörpern- die künstlichkeit des materials verhindert die ungebrochene simulation eines „natürlichen“- im sinne von biologischen - phänomens.
christiane stegat februar 2009