mit an seebach 
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nachbild     2005

" die leere " gustave- eiffel- schule berlin

" Gemäß der Anfrage der Organisatoren sind die beiden
Ausgangspunkte für die Arbeit, a. das Schulgebäude, b. die Leere.
Es erschien deshalb reizvoll, transparentes Material zu benutzen und
den Schulraum mit einer ortsspezifischen Installation zu füllen.
Wir kreierten ein "Nachbild" der ehemaligen Klassenraumsituation,
fügten dabei aber Eigenständiges hinzu, neuen Inhalt, zusätzliche Gedankengänge.
Nachbilder sind Wahrnehmungsaphänomene, sie entstehen als
Nachdauer nur für kurze Zeit auf der Netzhaut als eingebrannte Bilder,
nach vorangegangener Überreizung.
Auch die fertige Arbeit hat diesen Charakter, man sieht und sieht
zugleich nicht, Leere und Fülle existieren gleichzeitig.
Die Installation spürt der früheren Nutzung nach und behält selbst
den Charakter eines Phänomens."
an seebach





  
   3d-modell   

nachbild
(Begriff der Physiologie)
“... Schauen Sie für ca. eine Minute ein helles Licht an, und blicken Sie dann auf einen neutralen Hintergrund. Sie werden dort nun einen dunklen Fleck wahrnehmen,
welcher die gleiche Form hat wie die vorherige Lichtquelle. Diese Wahrnehmung eines Phantombildes nennt man ein Nachbild.
Das menschliche Auge wandelt pausenlos Lichtenergie in Signale um, welche sich durch das Nervensystem bewegen.
Die aus einer konstanten Wahrnehmung stammenden Signale werden vom visuellen System nach einer gewissen Zeit reduziert. Wenn der ursprüngliche Reiz weg fällt,
dann wird diese Reduktion als ein in Helligkeit und Farbe umgekehrtes Bild erkennbar...“